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16.03.2026 Kategorie: Gemeinde, Musik, sonstwas

Time.Out - Passionskonzert "REQUIEM"

Romantische Chormusik von Gabriel Fauré

Gefühlvolle Romantik steht im Mittelpunkt des nächsten „Time.Out“-Konzertes in der St. Stephanus-Kirche zu Schöppenstedt. Bei einem Passionskonzert am Samstag, 28. März um 19 Uhr erklingt ein Hauptwerk der französischen Romantik, das Requiem op. 48 von Gabriel Fauré in der Fassung für Solo, Chor und Orgel. Daneben sind die Arie „Ave maris Stella“ für Sopran und Orgel von Felix Mendelssohn und Fantasie und Fuge c-Moll von Johann Sebastian Bach zu hören.

Es musizieren die Kantorei Schöppenstedt sowie die Sopranistin Martina Nawrath aus Hildesheim und Propsteikantor Markus Manderscheid (Wolfenbüttel) an der Orgel. Die Gesamtleitung hat Propsteikantor Julian Heider.

Der Eintritt ist frei, Einlass ist ab 18 Uhr.

Das Requiem op. 48 von Gabriel Fauré gehört zu den ungewöhnlichsten Vertonungen der Totenmesse in der Musikgeschichte. Anders als viele dramatische Requiem-Kompositionen seiner Zeit zeichnet sich Faurés Werk durch eine ruhige, tröstliche und beinahe lichtvolle Atmosphäre aus. Der Komponist selbst sagte, er habe den Tod „als eine glückliche Erlösung, als ein Streben nach dem Glück jenseits“ verstanden – und genau diese Haltung prägt die Musik. Mit seiner stillen Spiritualität und seiner außergewöhnlichen Klangsprache hat Faurés Requiem einen festen Platz im Konzertrepertoire gefunden. Es gehört heute zu den meistgeschätzten geistlichen Werken der Spätromantik und berührt bis heute durch seine sanfte, tröstliche Sicht auf Abschied und Ewigkeit.

Das geistliche Werk „Ave maris stella“ für Sopran und Orgel von Felix Mendelssohn Bartholdy gehört zu den lyrischen Kleinformen seines kirchenmusikalischen Schaffens. Mendelssohn komponierte das Stück 1828, der Text basiert auf dem gleichnamigen mittelalterlichen Marienhymnus „Ave maris stella“ („Sei gegrüßt, Stern des Meeres“), der Maria als schützende und führende Gestalt der Gläubigen anruft. Mendelssohn vertont diesen traditionellen Text in einer schlichten, zugleich ausdrucksvollen musikalischen Sprache. Die Sopranstimme entfaltet eine kantable, weit gespannte Melodielinie, während die Orgel eine ruhige und harmonisch reich gestaltete Begleitung bildet.

Die Fantasie und Fuge c-Moll BWV 537 von Johann Sebastian Bach zählt zu den eindrucksvollen Orgelwerken aus seiner mittleren Schaffenszeit. Wahrscheinlich entstand das Werk gegen Ende seiner Tätigkeit als Organist und Hofmusiker in Weimar zwischen 1708 und 1717 oder später in Leipzig.

Martina Nawrath, geboren in Sonneberg, entdeckte bereits mit acht Jahren ihre Leidenschaft für Musik. Ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Würzburg prägte ihre künstlerische Entwicklung. Die ersten Bühnenerfahrungen sammelte sie schon während des Studiums. Am Theater für Niedersachsen in Hildesheim war sie als festes Ensemblemitglied engagiert und verlieh vielen verschiedenen Charakteren ihre Stimme. 
Als freischaffende Sängerin begeisterte sie mit Rollen wie Blonde in "Die Entführung aus dem Serail".

Ihre internationale Präsenz als Konzertsängerin erstreckt sich von Europa bis nach China und Chile. Besondere Höhepunkte waren die Eröffnung der Internationalen Musiktage in Speyer 2022 mit Mozarts Requiem und die Aufführung von "Die Schöpfung" bei der BUGA 23 in Mannheim.

Zusätzlich zur Bühnenarbeit liebt sie die Ausbildung von Stimmen und leitet in Hildesheim seit 2022 ihr eigenes Gesangsstudio, DIE SINGEREI.

Markus Manderscheid studierte als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes Kirchenmusik, Alte Musik, Orgel und Cembalo in Trossingen, Amsterdam, Bremen und Hamburg. Zu seinen Lehrern innerhalb der Hochschule zählten Christoph Bossert, Andrea Marcon, Johannes Uhle, Pieter van Dijk, Friederike Woebcken und Wolfgang Zerer. Außerhalb gingen prägende Impulse von Martin Schirrmeister und Wolfgang Helbich aus.

Nach Stationen als Kirchenmusiker in Villingen/Schwarzwald, Schwäbisch Hall, Leeste bei Bremen und Mannheim war er seit 2005 fast zwanzig Jahre lang als Kirchenkreiskantor in Wolfsburg tätig.

Im Oktober 2010 absolvierte der Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe das Konzertexamen im Fach Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit Auszeichnung.

Im Januar 2025 trat er seinen Dienst als Propsteikantor und Kirchenmusiker der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis in Wolfenbüttel an.

Beitrag von JH